Was bringt mir Offenheit?

ABC der Offenheit

Teilhabe an der Gesellschaft

Das Besondere an Wissen ist, dass es unendlich oft geteilt werden kann, ohne dabei weniger zu werden. Ganz im Gegenteil: Es wächst sogar in Zusammenarbeit mit anderen. Durch die zunehmende Digitalisierung steigen die Möglichkeiten dieser Zusammenarbeit. Alles, was wir digitalisieren und offen ins Netz stellen, kann von anderen ohne große Mühe oder wesentliche Kosten verwendet werden.

Gleichzeitig erhalten und vergrößern wir als Gesellschaft einen Schatz an Kultur und Wissen. Je größer dieser ist, desto innovativer und kulturell vielfältiger wird unsere Gesellschaft. Zusätzlich erhöhen sich auch unsere Handlungsmöglichkeiten. Indem wir dafür sorgen, dass wir so reich an Gemeingütern als möglich sind, helfen wir also nicht nur den anderen, sondern auch uns selbst.

Neue Formen der Zusammenarbeit

Immer mehr Unternehmen und Organisationen entdecken, dass sie mit Kooperation erfolgreicher sind als mit Konkurrenz, um wirtschaftlichen Erfolg, eine finanzielle Absicherung und innovative Entwicklung zu generieren. Das ist nicht verwunderlich, denn in einem Netzwerk ist so manches einfacher. Deutlich spüren das vor allem kleinere Unternehmen, denn diese haben oftmals nicht alle Kompetenzen und genügend Ressourcen im eigenen Haus. Ihnen nützt, dass ihre Ideen im Netz gestreut werden und sie so Aufmerksamkeit bekommen. Aber auch großen Playern ist bereits mehr und mehr klar, wie wichtig eine Öffnung und transparente Strukturen auch für sie sind. Dadurch wird es möglich, das kostbare Vertrauen der Kundinnen und Kunden zu gewinnen und sie nachhaltig an eine Marke zu binden.

Abgesehen von wirtschaftlichen Vorteilen, helfen offene Strukturen auch dabei, Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu finden, Ziele gemeinsam zu verfolgen, Communitys zu bilden und sich mit ihnen auszutauschen. So entstehen sehr oft Netzwerke aus der Zusammenarbeit.

Rechtssicherheit

Die Möglichkeiten des Internets und wie es benutzt wird einerseits, sowie die momentane Rechtslage andererseits klaffen oft weit auseinander. Alltäglich geübte Praxis befindet sich in rechtlichen Grauzonen oder ist gar illegal (z. B. der Umgang mit Fotos auf sozialen Netzwerken, in privaten Blogs usw.). Wir brauchen also Lösungen, damit dieser Zustand nicht unser kulturelles Leben, unsere Wirtschaft, unsere Bildung oder unser Gemeinwesen einbremst.

Alternative, offene Lizenzen, wie Creative Commons, helfen dabei, rechtliche Klarheit und Sicherheit zu gewährleisten und für alle Beteiligten ein faires Miteinander zu gestalten.

 


Redaktion: Michael Bauer, Claudia Garád, Karl-Heinz Leitner, Thomas Lohninger, Brigitte Lutz, Bernhard Haslhofer, Stefan Pawel, Sylvia Petrovic-Meyer, Magdalena Reiter, Georg Russegger, Michela Vignoli (Text unter CC BY-SA 3.0 AT)