Offenheit und Datenschutz – wie geht das?

ABC der Offenheit

Offenheit und Datenschutz — nein, das sind nicht zwei Gegensätze, sondern beide bedingen einander, damit wir unsere gesellschaftlichen Regeln vernünftig gestalten können.

Wie schon erwähnt, ist es unerlässlich, dass wir viele Informationen, Daten oder Know How offen und frei nutzen können. Dennoch gibt es Daten oder Inhalte, die privat bleiben müssen. Das sind vor allem personenbezogene Daten, also Angaben, die uns direkt als Person betreffen: Anna ist 32 Jahre alt. Maximilian hat zwei Töchter. Martha hat grün-braune Augen. Sebastian kauft im Durchschnitt zwei Mal pro Woche Lebensmittel ein. All das sind Informationen, die wir zwar mit anderen teilen können, die allerdings niemand anderes teilen sollte. Gerade wenn solche beinahe belanglos wirkenden Daten als Puzzlestücke zusammengesetzt werden, kann man nämlich viel über uns als Individuen aussagen.

Nur anonymisiert macht es Sinn, solche Daten für die Gesellschaft nutzbar zu machen: Wie viele Stunden arbeiten Österreicherinnen und Österreicher im Durchschnitt? Wie oft bekommen wir durchschnittlich eine Erkältung? Welche Parteien werden von Frauen gewählt, welche von Männern?

Für uns gilt die Faustregel: Alles offen machen, was für die Gesellschaft wertvoll ist, außer natürlich man verletzt Persönlichkeitsrechte oder man hat Sicherheitsbedenken.

 


Redaktion: Michael Bauer, Claudia Garád, Karl-Heinz Leitner, Thomas Lohninger, Brigitte Lutz, Bernhard Haslhofer, Stefan Pawel, Sylvia Petrovic-Meyer, Magdalena Reiter, Georg Russegger, Michela Vignoli (Text unter CC BY-SA 3.0 AT)